Page 1 Page 2 Page 3 Page 4 Page 5 Page 6 Page 7 Page 8 Page 9 Page 10 Page 11 Page 12 Page 13 Page 14 Page 15 Page 16 Page 17 Page 18 Page 19 Page 20 Page 21 Page 22 Page 23 Page 24 Page 25 Page 26 Page 27 Page 28 Page 29 Page 30 Page 31 Page 32 Page 33 Page 34 Page 35 Page 36 Page 37 Page 38 Page 39 Page 40 Page 41 Page 42 Page 43 Page 44 Page 45 Page 46 Page 47 Page 48 Page 49 Page 50 Page 51 Page 52 Page 53 Page 54 Page 55 Page 56 Page 57 Page 58 Page 59 Page 60 Page 61 Page 62 Page 63 Page 64 Page 65 Page 66 Page 67 Page 68 Page 69 Page 70 Page 71 Page 72 Page 73 Page 74 Page 75 Page 76 Page 77 Page 78 Page 79 Page 80 Page 81 Page 82 Page 83 Page 84 Page 85 Page 86 Page 87 Page 88 Page 89 Page 90 Page 91 Page 92 Page 93 Page 94 Page 95 Page 96 Page 97 Page 98 Page 99 Page 100 Page 101 Page 102 Page 103 Page 1046 Simon Raab wird in Wien ein besonderes Haus für seine erste große Präsentation in Österreich vorfinden. Das Künstlerhaus in Wien steht seit 150 Jahren als Ort für die Auseinandersetzung mit den aktuellen Tendenzen der Kunst, die oft genug in einen spannenden Diskurs über das, was Kunst soll und ist, führt. Die Identität des Künstlerseins hat sich in den vergangenen 150 Jahren radikal gewandelt. Ehemals abhängig von Adel und Kirche, hat sich das Künstlertum emanzipiert. Nicht von ungefähr wurde das Künstlerhaus als gesellschaftlicher Treffpunkt und Ausstellungsort durch die Künstler selbst gegründet und wird von ihnen getragen. Der Künstler entscheidet, welche Fragestellungen für ihn von essenzieller Bedeutung sind, und damit über sein künstlerisches Wirken. Die Veränderung der gesamten Lebens- situation, in der sich Künstler heute bewegen, die ständigen Veränderungen der Gesellschaft sind zu kommentieren. So ist das Werk Simon Raabs im richtigen Umfeld zu sehen. Die Aneignung des Alltags und des gesell- schaftlichen Wandels führt zu neuen Rollen, die der Künstler heute einzunehmen hat. Es steht ihm frei, mit Bezügen auf die historische Entwicklung, auf die Kunstgeschichte zu reflektieren – wie etwa Monet und Van Gogh als Inspiratoren in den Bildern durchscheinen, wie populäre Persönlichkeiten und Motive durch neuartige Techniken und mediale Entwicklungen eine neue Wirkung, eine Metamorphose ursprüng- licher Eindrücke erfahren. Durch die Aneignung der heute allgegenwärtigen Popkultur, ihrer Stars und Mythen entspricht Simon Raab den Gesetzmäßigkeiten des Kunstkonsums und Marktes. Durch die Reziprozität immaterieller und materieller Werte, das Zusammenspiel sozialer, ökonomischer und kultureller Kräfte stellt der Künstler in seiner speziellen Technik „Parleau“ – verklärt wie ein Blick durch Wasser – seinen eigenen Blick auf die Themen dar. So sei Simon Raab für seine popkulturelle Sichtlenkung und Präsentation gedankt, dem Direktor des Mannheimer Kunstvereins Dr. Martin Stather, in dessen Haus die Ausstellung ebenfalls zu sehen sein wird, für die Zusammenarbeit, und last but not least der Galerie Peter Zimmermann und Frau Insa Rullkötter für ihren großen Einsatz hinsichtlich des Zustandekommens der Ausstellung im Wiener Künstlerhaus. Aneignung Peter Bogner Mag. Peter Bogner ist Direktor des Künstlerhaus Wien.